owncloud angetestet

Owncloud, die persönliche Wolke, ist eine Webapplikation für LAMP-Umgebungen. Aufmerksam gemacht durch Kero habe ich lokal die aktuelle Beta-Version mit Sqlite-Unterstützung eingerichtet was sehr einfach gelungen ist. Der Upload der Daten funktionierte reibungslos über das Webinterface als auch über WebDAV (getestet auf Ubuntu 10). Der Entwickler verspricht eine mächtige API um die eigene App mit ownCloud sprechen zu lassen. Die eingerichteten Module, wie Contacts oder Bookmarks habe ich kurz angetestet, fühlen sich aber noch teilweise nach Beta an: Rückmeldungen wenn ein Fehler (bsp quota-überschreitung) auftritt oder die Aktualisierung der UI-Elemente nach einem Ajax-Request habe ich vermisst. Es findet sich für den Admin eine User/Gruppen-verwaltung samt Quota. Desweiteren werden unterstützt: CalDAV, CardDAV, WebDAV, OpenID Service, eine Fotogallery und Ampache und und und…

Mit der neuen Version funktionieren auch die beiden Android-Clients Lullaby und Amdroid zur Medienwiedergabe recht problemlos in der Anbindung aber das Abspielen war teilweise nicht möglich.

Erstmal auf den Geschmack gekommen mit Ampache, habe ich das Musik-Verzeichnis meines owncloud-Accounts in den Ampache-Katalog aufgenommen. Ein Cronjob oder auch Anachron aktualisiert dann den Katalog selbstständig.

CalDAV: Ich habe die Demoversion des Android-Clients AnDal ausprobiert - leider fehlgeschlagen, keine Verbindung. Eine kostenpflichtige App, CalDAV-Sync beta, was auch mit dem nativen Kalender synchronisiert werde ich die Tage ausprobieren.

Mittlerweile läuft owncloud in Releaseversion 3.0, das vor wenigen Tagen zur Verfügung stand recht stabil. Ich hatte vorher die 3 Alpha-Version am laufen, die auch keine nenneswerten Probleme verursachte. Es ist täglich im Einsatz, meistens per Webdav und habe eine neue Android-App - WebDAV File Manager entdeckt die als Bonus sogar synchronisieren kann und auch mit einem selbstsignierten Zertifikat zurechtkommt. Die App hat mittlerweile den WebDAV Navigator Lite auf meinem Telefon abgelöst. Was ich wirklich sexy finde, ist der integrierte PDF-Reader und selbstverständlich der Texteditor.Amdroid als Ampache-Client für die Musikwiedergabe aus der Wolke hat auch gut funktioniert. Mit Thunderbird + Lightning und CalDAV / CardDAV sind die Termine und Kontakte auch in der eigenen Wolke abgebildet.

Datenhaltung in der eigenen Wolke ist sinnvoll und mit Owncloud ein guter Einstieg! Das Projekt ist ausbaufähig und für jeden interessant, der seine persönlichen Daten lieber in der eigenen Wolke sieht, als fremden Anbietern in einer Closed-Source Struktur anzuvertrauen. Eigene Erweiterungen können ebenfalls leicht hinzugefügt werden. Man darf wirklich gespannt sein wie es weitergehen.
Plugin Notizen

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  • Zuletzt geändert: 2012/07/10 07:37
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